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PayPal Automatische Zahlungen kündigen

PayPal behandelt die Kündigung beim Anbieter und die Kündigung in PayPal als zwei getrennte Schalter — so legt man beide um.

PayPal Automatische Zahlungen kündigen

Im Spotify-Forum steht ein Thread mit dem schlichten Titel „I cancelled my subscription AND the paypal transaction" – Abo gekündigt, Zahlung in PayPal gekündigt, trotzdem abgebucht. Im PayPal-Forum findet sich die Spiegelversion, „Spotify Premium payments even though it was cancelled in advance": in PayPal gekündigt, und Spotify bucht munter weiter. Derselbe Fehler, nur in die andere Richtung. Das ist kein Fehler im System. PayPal behandelt „Kündigung beim Anbieter" und „Kündigung in PayPal" als zwei getrennte Schalter, und einer davon rührt den anderen nicht an.

Die Erklärung steckt in PayPals eigener Definition. Eine „automatische Zahlung" ist „ein Abonnement, eine Zahlungsvereinbarung oder eine wiederkehrende Zahlung", die es erlaubt, „PayPal als bevorzugte Zahlungsmethode bei einem Händler zu speichern, einschließlich im Voraus geplanter Transaktionen". In PayPals rechtlichen Texten trägt derselbe Mechanismus mehrere Namen – Zahlungsvereinbarung (billing agreement), Abonnement, wiederkehrende Zahlung, Referenztransaktion, vorautorisierte Überweisung, vorab genehmigte Zahlung. Genau deshalb übersieht man den Kündigungsbildschirm so leicht: Man sucht nicht „PayPal", sondern einen bestimmten Händler, versteckt unter einem dieser Begriffe.

Kurze Antwort

Eine wiederkehrende PayPal-Zahlung zu stoppen sind zwei getrennte Schritte, nicht einer: die Zahlungsvereinbarung in PayPal beenden und getrennt davon das Konto oder den Plan beim Händler kündigen. Im Web: Einstellungen → Zahlungen → „Automatische Zahlungen" (manchmal unter „Abonnements und gespeicherte Unternehmen"), den Händler auswählen und auf „Kündigen" oder „Verknüpfung aufheben" gehen. In der App: Menü → „Abonnements oder verknüpfte Unternehmen" → Händler → „Konto" → „Verknüpfung aufheben". Beides erledigen – sonst zahlt man entweder weiter, oder bekommt vom Händler weiter Kündigungsbestätigungen, obwohl in Wahrheit gar nichts gestoppt wurde.

Wo PayPal den Bildschirm für automatische Zahlungen versteckt

Auf paypal.com lautet der Weg: Einstellungen → Zahlungen, dann ein Bereich namens „Abonnements und gespeicherte Unternehmen" oder „Automatische Zahlungen" – je nach Kontoversion. Im jeweiligen Händlereintrag findet sich eine Option, die Zahlung zu verwalten oder zu kündigen. In der mobilen App liegt das unter dem Menüpunkt „Abonnements oder verknüpfte Unternehmen": Händler auswählen, zu „Konto" gehen und dort „Verknüpfung aufheben" oder „Kündigen" antippen, danach bestätigen. Keiner dieser Wege heißt „wiederkehrende Abbuchungen" oder irgendetwas, wonach man intuitiv suchen würde – genau deshalb prüfen die meisten ihren Kontoauszug und den PayPal-Saldo, öffnen aber nie die Einstellungen.

Kündigen in PayPal ist nicht dasselbe wie Kündigen beim Händler

PayPals eigene Money-Hub-Anleitung nennt vier Wege, eine wiederkehrende Zahlung zu stoppen: beim Händler kündigen, die automatische Zahlung in PayPal kündigen, den Kartenaussteller um eine Sperre bitten, oder bei der Bank einen Zahlungsstopp beantragen. Die meisten probieren genau einen davon und gehen davon aus, dass das die anderen drei mit erledigt. Tut es nicht. PayPal schreibt es direkt: Eine Zahlungsmethode in PayPal zu kündigen stoppt künftige Abbuchungen vom PayPal-Konto, beendet aber in der Regel nicht das zugrunde liegende Abonnement oder den Vertrag mit dem Anbieter – und rät, sich für die endgültige Kündigung direkt an den Anbieter zu wenden.

Der umgekehrte Fall kommt genauso oft vor. Man kündigt auf der Seite des Anbieters, und die Zahlungsvereinbarung in PayPal bleibt bestehen: Sie tut von sich aus nichts, ist aber technisch weiter autorisiert. Laut PayPal-Nutzungsvereinbarung werden nach der Kündigung der Autorisierung „alle künftigen automatischen Zahlungen im Rahmen der Vereinbarung mit diesem Verkäufer gestoppt" – man kann dem Verkäufer aber weiterhin „Geld für Käufe schulden, die autorisiert, aber nicht abgeschlossen wurden", oder Verpflichtungen für bereits erhaltene, aber noch nicht bezahlte Waren und Dienstleistungen haben. Den eigenen Schalter umzulegen löscht keine Schuld, die auf der anderen Seite schon entstanden ist.

Was aktiv bleibt – und welches Recht im Hintergrund greift

Weist man PayPal mindestens 3 Werktage vor der nächsten geplanten Abbuchung an, eine bestimmte automatische Zahlung zu stoppen, und PayPal tut es nicht, haftet PayPal laut Nutzungsvereinbarung für den entstandenen Schaden. Dieses 3-Tage-Fenster ist keine reine Kulanz von PayPal – es spiegelt einen US-Bundesverbraucherschutz. Nach Regulation E, 12 CFR § 1005.10(c) kann man eine vorautorisierte elektronische Überweisung vom Bankkonto stoppen, indem man das Kreditinstitut mündlich oder schriftlich mindestens drei Werktage vor dem geplanten Überweisungstermin benachrichtigt – ein mündlicher Stopp-Auftrag bleibt allerdings nur 14 Tage bindend, wenn er nicht schriftlich bestätigt wird. Dieses Recht steht unabhängig von PayPals eigenem Prozess und greift, wenn weder Anbieter noch PayPal selbst kooperieren.

Zahlungsvereinbarung und Abonnement beim Anbieter sind zwei unabhängige Datensätze, und nur einen davon zu prüfen sagt nichts über den Zustand des anderen. Nachlässigkeit ist dabei selten die Ursache – der Bildschirm für automatische Zahlungen liegt tatsächlich ein paar Klicks tiefer, als er sollte, und weder PayPal noch der Anbieter haben ein großes Interesse daran, die Kündigung auf der jeweils anderen Seite sichtbar zu machen. Subnesio zeigt zu jeder wiederkehrenden Zahlung das tatsächliche nächste Abbuchungsdatum an – das gibt zumindest etwas, womit man abgleichen kann, statt zu raten. Wer schon dabei ist, PayPal durchzugehen, sollte gleich auch vergessene Abos mit prüfen – dasselbe Problem, „an einer Stelle gekündigt, an anderer Stelle weiter bezahlt", taucht auch bei Kreditkarten auf, nicht nur bei PayPal.

Auch bei Anbietern, deren Kündigung hundertprozentig sicher wirkt, lohnt ein Blick in den Bildschirm für automatische Zahlungen – eine Bestätigungsmail vom Anbieter und eine aktive Zahlungsvereinbarung in PayPal sind zwei verschiedene Dinge.

Häufige Fragen

Warum bucht PayPal noch ab, obwohl ich beim Anbieter gekündigt habe?
Eine Kündigung auf der Website oder in der App des Anbieters stoppt nur dessen Seite der Vereinbarung – die Zahlungsvereinbarung (automatische Zahlung) in PayPal ist eine eigene Autorisierung, die weiterläuft, bis man sie dort ebenfalls kündigt. Unter PayPal → Einstellungen → Zahlungen → Automatische Zahlungen den Anbieter suchen und dort direkt kündigen.
Wo finde ich automatische Zahlungen in PayPal?
Im Web: Einstellungen → Zahlungen → "Abonnements und gespeicherte Unternehmen" oder "Automatische Zahlungen", dann den Anbieter auswählen. In der App: Menü → "Abonnements oder verknüpfte Unternehmen" → Anbieter → "Konto".
Kündigt das Beenden der Zahlungsvereinbarung in PayPal auch das Abo beim Anbieter?
Nein. PayPal weist ausdrücklich darauf hin, dass die Kündigung einer Zahlungsmethode künftige Abbuchungen vom PayPal-Konto stoppt, das zugrunde liegende Abonnement oder den Vertrag aber in der Regel nicht beendet – man kann dem Anbieter also weiterhin für bereits erhaltene Leistungen etwas schulden. Das Konto beim Anbieter muss separat gekündigt werden.
Wie viel Vorlauf braucht PayPal, um eine automatische Zahlung zu stoppen?
Mindestens 3 Werktage vor der nächsten geplanten Abbuchung – laut PayPals Nutzungsvereinbarung haftet PayPal für Schäden, wenn eine Zahlung trotz rechtzeitiger Ansage nicht gestoppt wird. Dasselbe 3-Werktage-Fenster gilt für vorautorisierte Überweisungen vom Bankkonto allgemein nach US-Regulation E.
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Das Subnesio Journal
Notizen zum Abo-Management von Leuten, die es leid waren, eigene Verlängerungen zu vergessen.
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