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YouTube Premium kündigen ohne Playlistverlust

Der Kündigen-Button von YouTube Premium funktioniert auf dem iPhone nicht immer — wir erklären warum, und was mit Downloads und Playlists nach der Kündigung passiert.

YouTube Premium kündigen ohne Playlistverlust

Der US-Preis für YouTube Premium stieg dieses Jahr von 13,99 $ auf 15,99 $ im Monat, und etwa die Hälfte der Kündigungs-Threads, die ich mir danach angesehen habe, hatte gar nichts mit dem Geld zu tun — die Leute hingen an einem Kündigen-Button fest, der auf dem iPhone sichtbar nichts tut.

Kurze Antwort

Deine Playlists verschwinden nicht. Eine Kündigung von YouTube Premium löscht sie nicht — sie bleiben auf deinem Konto und sind im kostenlosen Tarif weiter sichtbar. Was wegfällt, sind Offline-Downloads, Hintergrundwiedergabe, werbefreies Ansehen und das gebündelte YouTube Music Premium — und das erst, wenn der bereits bezahlte Abrechnungszeitraum tatsächlich endet, nicht sofort. Eine Rückerstattung für die verbleibenden Tage gibt es nicht. Wo du kündigst, hängt davon ab, wer dich abrechnet: Auf der Website und bei Android läuft es über youtube.com/paid_memberships oder Google Play, iPhone-Nutzer mit Apple-Abrechnung kündigen in den Einstellungen — und iPhone-Nutzer mit Google-Abrechnung müssen dafür auf einen Computer oder ein Android-Gerät wechseln, vom iPhone aus geht es nicht.

Warum der Kündigen-Button auf iOS manchmal nichts tut

Die häufigste Beschwerde zu YouTube Premium dreht sich nicht um verlorene Inhalte, sondern um einen Kündigen-Button, der scheinbar nicht reagiert. Googles eigene Hilfeseite nennt den Grund direkt: „iOS-Nutzer, die über Google abgerechnet werden, müssen mit einem Nicht-iOS-Gerät kündigen (zum Beispiel mit einem Computer)." Hast du das Abo direkt in der YouTube-iOS-App abgeschlossen, rechnet Apple ab, und die Kündigung läuft komplett über die Einstellungen, nicht über die YouTube-App selbst. Bist du anders eingestiegen — über die Website, Android, den Fernseher — rechnet Google ab, und in der iPhone-App gibt es für dich schlicht keinen funktionierenden Kündigen-Button. Ein Nutzer im Apple-Support-Forum brachte den Frust dazu ziemlich genau auf den Punkt: „Ich habe 6 Monate lang für YouTube Premium bezahlt und es nie bekommen. Die belasten mich weiter! Ich will endlich kündigen!" Neun von zehn Mal ist das kein App-Fehler, sondern eine Verwechslung der Abrechnungsstelle — ob das nun ein Nebeneffekt von Apples Regeln für In-App-Käufe ist oder ein Design, das unentschlossene Abonnenten einfach etwas länger zahlen lässt, während sie den richtigen Bildschirm suchen: Vom falschen Gerät aus sieht das Ergebnis identisch aus.

Bevor du also irgendwo tippst, klär erst, welcher Fall bei dir zutrifft. Öffne auf dem iPhone Einstellungen → [dein Name] → Medien & Käufe (oder den entsprechenden Kaufverlauf-Bildschirm). Steht YouTube Premium dort, zahlt Apple. Steht es nicht dort, zahlt Google, und du brauchst ein anderes Gerät.

Kündigen im Web

Öffne youtube.com/paid_memberships, klick auf Deaktivieren oder Weiter zur Kündigung, wähl einen Grund, klick auf Weiter, bestätige mit Ja, kündigen. Dieser Weg funktioniert auch für iPhone-Nutzer mit Google-Abrechnung — einfach vom Laptop oder einem beliebigen Desktop-Browser aus erledigen.

Kündigen auf Android

Tipp in der YouTube-App auf dein Profilbild, dann Kostenpflichtige Mitgliedschaften, wähl die Mitgliedschaft aus, tipp auf Weiter zur Kündigung, wähl einen Grund, Weiter, dann Ja, kündigen. Läuft die Abrechnung konkret über Google Play, kannst du auch direkt in den Google-Play-Kontoeinstellungen kündigen.

Kündigen auf iPhone oder iPad

Zahlt Apple: Öffne Einstellungen, tipp auf Käufe und Abos, wähl die Mitgliedschaft, tipp auf Apple-Abos verwalten, wähl YouTube Premium, tipp auf Kündigen. Zahlt Google, existiert dieser Weg für dich schlicht nicht — kündige stattdessen über youtube.com/paid_memberships am Computer oder nach den Android-Schritten oben. Noch ein Unterschied: Ein Abo pausieren (statt komplett zu kündigen) geht nur bei Google-Abrechnung — bei Apple-Abrechnung gibt es diese Option nicht.

Familienplan kündigen

YouTube Premium lässt sich mit bis zu fünf weiteren Personen im selben Haushalt teilen, zusätzlich zum Verwalter. Einzelne Mitglieder entfernen oder den ganzen Plan kündigen kann nur der Familienverwalter: mit dem Google-Konto des Verwalters anmelden, youtube.com/paid_memberships öffnen, Mitgliedschaft verwalten wählen, neben den Einstellungen für die Familienfreigabe auf Bearbeiten klicken, den Namen der Person auswählen und auf Mitglied entfernen klicken, wenn nur eine Person raus soll. Den ganzen Plan zu kündigen läuft genauso ab wie bei einem Einzelabo, aber der Zugang für alle läuft bis zum Ende des aktuellen Abrechnungszyklus weiter — erst danach „verlieren alle Familienmitglieder den Zugang zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft, behalten aber ihre Google-Konten". Als Verwalter solltest du den Haushalt vorher informieren, denn eine automatische Benachrichtigung in der App gibt es für niemanden. Und wenn es eigentlich nur um das Entfernen einer Person geht, nicht um eine komplette Kündigung, lohnt sich ein Blick in den eigenen Artikel zu den Regeln des YouTube-Premium-Familienplans.

Was bleibt — und was verschwindet

Die größte Sorge ist unbegründet: Playlists gehören zum Basiskonto, nicht zu Premium, und bleiben deshalb auch nach der Kündigung im kostenlosen Tarif erhalten und sichtbar. Eine einzelne Google-Seite, die das genau so in einem Satz festhält, gibt es nicht — die Aussage ergibt sich daraus, dass Playlists fest in das kostenlose Produkt eingebaut sind, gestützt durch Berichte aus dem YouTube-Community-Forum, in denen Nutzer schreiben, ihre Playlists hätten die Kündigung überstanden.

Was mit Ablauf des bezahlten Zeitraums sofort endet:

  • Werbefreies Ansehen — Werbung vor, während und als Banner ist wieder da.
  • Hintergrundwiedergabe — Weiterhören mit ausgeschaltetem Bildschirm funktioniert in YouTube, YouTube Music und YouTube Kids nicht mehr.
  • Das YouTube-Music-Premium-Paket — werbefreies Hören, Offline-Downloads von Songs und die 256-kbit/s-Audioqualität in YouTube Music enden zusammen mit derselben Mitgliedschaft, weil das kein separates Abo ist, sondern Teil desselben Pakets.
  • Heruntergeladene Videos — die App spielt sie ohne aktive Mitgliedschaft nicht mehr ab; die Dateien werden nicht zwingend vom Gerät gelöscht, die Wiedergabe wird aber gesperrt.

Und schon vor der Kündigung haben Downloads ein eingebautes Verfallsdatum: Offline lassen sie sich höchstens 29 Tage abspielen, danach muss sich das Gerät wieder mit dem Internet verbinden — in manchen Ländern schrumpft dieses Fenster auf 48 Stunden. Verpasst du das, „wird die Datei bei der nächsten Synchronisierung von deinem Gerät entfernt", unabhängig vom Mitgliedschaftsstatus.

Was bei der Rückerstattung oft übersehen wird

Die Kündigung stoppt künftige Abbuchungen — „du wirst nicht erneut belastet, außer du abonnierst erneut" —, beendet den Zugang aber nicht vorzeitig. Er läuft bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums, ohne Ausnahme. Eine anteilige Rückerstattung gibt es ebenfalls nicht: „Für den Zeitraum zwischen deiner Kündigung und dem Ende deiner Mitgliedschaft erhältst du keine Rückerstattung", und „für teilweise genutzte Prepaid-Pläne sind keine Rückerstattungen möglich" — so steht es direkt in YouTubes Rückerstattungsrichtlinie. Die einzige Ausnahme ist eine tatsächlich verarbeitete Rückerstattung für eine konkrete Zahlung — dann endet der Zugang sofort, anders als bei einer normalen Kündigung, die den laufenden Zeitraum zu Ende laufen lässt.

Das lohnt sich gerade jetzt zu wissen, mit Blick auf die Preise: In den USA stieg der Einzeltarif 2026 von 13,99 $ auf 15,99 $ im Monat, der Familientarif von 22,99 $ auf 26,99 $, und international ziehen die Preise ab dem jeweils nächsten Abrechnungsdatum nach dem 23. September 2026 um grob 10–15 % an. Steht so eine Erhöhung gerade auf deiner Abrechnung und du überlegst, ob sich das Abo noch lohnt, kündige vor dem nächsten Verlängerungstermin, nicht danach — eine Gutschrift für nicht genutzte Tage gibt es sowieso nicht, der Zeitpunkt ist der einzige Hebel, den du hast. Das ist kein YouTube-spezifischer Trick, sondern das übliche Muster bei Abo-Abrechnungen — aber man sollte es klar aussprechen, statt darauf zu hoffen, dass das Kleingedruckte irgendwie zu deinen Gunsten ausfällt. Den kompletten Ablauf mit Screenshots zeigt YouTubes eigene Hilfeseite.

Ist YouTube Premium nur eines von mehreren Abos, die du im Blick behalten musst: Genau dieselbe Verwechslung bei der Abrechnungsstelle — Website gegen Apple gegen Google Play — taucht auch bei Spotify und Netflix auf, und genau dieses Problem soll eine Liste mit Verlängerungsdaten in Subnesio abfangen, bevor die Abbuchung kommt, nicht danach.

Kündige über das Gerät, das dich tatsächlich abrechnet — der Rest regelt sich von allein, nach seinem eigenen Zeitplan.

Häufige Fragen

Verliere ich meine YouTube-Playlists, wenn ich Premium kündige?
Nein. Playlists gehören zu deinem normalen Google-/YouTube-Konto, nicht zu Premium, und bleiben deshalb auch nach der Kündigung im kostenlosen Tarif erhalten und sichtbar. Nur offline heruntergeladene Videokopien lassen sich nicht mehr abspielen, sobald die Mitgliedschaft tatsächlich ausläuft.
Warum kann ich YouTube Premium nicht vom iPhone aus kündigen?
Das hängt davon ab, wer dich abrechnet. Hast du dich direkt in der YouTube-iOS-App angemeldet, rechnet Apple ab und du kündigst über Einstellungen > Käufe und Abos > Apple-Abos verwalten. Bist du anders eingestiegen, rechnet Google ab, und Googles eigene Hilfeseite sagt klar, dass solche iOS-Nutzer mit einem Nicht-iOS-Gerät kündigen müssen, zum Beispiel mit einem Computer.
Bekomme ich Geld zurück, wenn ich YouTube Premium mitten im Abrechnungszeitraum kündige?
Nein. YouTubes Rückerstattungsrichtlinie besagt ausdrücklich, dass es keine Rückerstattung für den Zeitraum zwischen Kündigung und Ende der Mitgliedschaft gibt und Rückerstattungen für teilweise genutzte Prepaid-Pläne nicht möglich sind. Der Zugang läuft einfach bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums weiter.
Wie lange kann ich heruntergeladene YouTube-Videos noch offline ansehen?
Heruntergeladene Videos lassen sich offline bis zu 29 Tage abspielen, danach muss sich das Gerät zur Überprüfung wieder mit dem Internet verbinden — in manchen Ländern schrumpft dieses Fenster auf 48 Stunden. Läuft das Fenster ab, wird die Datei bei der nächsten Synchronisierung vom Gerät entfernt, unabhängig vom Mitgliedschaftsstatus.
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Das Subnesio Journal
Notizen zum Abo-Management von Leuten, die es leid waren, eigene Verlängerungen zu vergessen.
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