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Audit deiner Gaming-Abos: Steam, Xbox, PS Plus

Ein Gaming-Audit in einem Durchgang: Steam, Xbox Game Pass und PlayStation Plus — wer dich belastet und was beim Kündigen verloren geht.

Audit deiner Gaming-Abos: Steam, Xbox, PS Plus

Im September 2025 kostete Xbox Game Pass Ultimate 19,99 $ im Monat. Im November waren es schon 29,99 $. Im April 2026 dann 22,99 $. Drei verschiedene Preise in sieben Monaten, für denselben Tarif, dieselben Spiele. Hast du dir irgendwann eine Erinnerung für "Game Pass kostet 19,99 $" gesetzt, liegst du seit Monaten daneben — und keiner der drei Stores, an die Gamer tatsächlich zahlen (Steam, Xbox, PlayStation), schickt eine Abrechnung, die wie ein Kontoauszug aussieht.

Genau das ist der Kern des Audits. Nicht "habe ich zu viele Abos", sondern "wer von diesen drei zieht mir wie viel ab, und was verliere ich an dem Tag, an dem ich aufhöre zu zahlen". Dasselbe Prinzip wie bei jeder Suche nach vergessenen Abos — erst die Abrechnungsquelle prüfen, nicht der Erinnerung vertrauen.

Xbox Game Pass: vier Stufen, ein Preis, der sich ständig bewegt

Stand April 2026 kostet Essential (früher "Game Pass Core") 9,99 $/Monat für über 50 Spiele, Cloud-Gaming und Online-Multiplayer. Premium liegt bei 14,99 $/Monat für über 200 Spiele und neue Xbox-Exklusivtitel innerhalb eines Jahres nach Release. PC Game Pass kostet 13,99 $/Monat — im selben Monat von 16,49 $ gesenkt. Ultimate liegt bei 22,99 $/Monat, dem Tarif, dessen Preis sich zweimal verschoben hat: von 19,99 $ auf 29,99 $ im Oktober 2025 (eine glatte 50-Prozent-Erhöhung), dann zurück auf 22,99 $ im April 2026 — so steht es direkt in Xboxs eigener Ankündigung. Essential und Premium blieben bei beiden Bewegungen unverändert, bekamen dafür still den unbegrenzten Cloud-Zugriff, der vorher Ultimate vorbehalten war.

Am meisten Verwirrung stiftet EA Play. Es ist bei Ultimate und PC Game Pass kostenlos dabei — keine eigene Position auf der Abrechnung. EA Play lässt sich aber auch separat über Steam kaufen, wo es als Steam-Zahlung abgerechnet wird, oder über Origin bzw. die EA-App, wo es als EA-Zahlung läuft und im EA-Konto gekündigt wird. Dasselbe Produkt, drei verschiedene Stellen, an denen es auf dem Kontoauszug auftauchen kann — je nachdem, wo du einmal auf "abonnieren" geklickt hast. Die tatsächliche Liste findest du unter account.microsoft.com/services im Bereich "Subscriptions" — nicht im eigenen Gedächtnis.

PlayStation Plus: dieselbe Stufe, zwei verschiedene Preise

Sony hat drei Stufen — Essential, Extra, Premium — mit monatlicher, vierteljährlicher oder jährlicher Zahlung, wobei die Jahreszahlung als rund ein Drittel günstiger als die monatliche beworben wird. Am 20. Mai 2026 stieg der Essential-Monatspreis von 9,99 $ auf 10,99 $ (der Dreimonatspreis von 25 $ auf 27,99 $) — allerdings nur für Neuabonnenten. Wer laut PlayStations eigenen Angaben schon vor diesem Datum durchgehend abonniert war, behielt in den meisten Märkten den alten Preis. Der Essential-Preis ist also keine einzelne Zahl, sondern hängt von der Kontohistorie ab — genau das, was ein Audit aufdecken soll, statt es anzunehmen.

Die Jahrespreise aller drei Stufen sind seit einer größeren Erhöhung im September 2023 unverändert, als Essential von 59,99 $ auf 79,99 $ im Jahr stieg und Premium von 119,99 $ auf 159,99 $. Kündigen kannst du über die Konsole (Settings → Users and Accounts → Payment and Subscriptions auf der PS5) oder über Sonys Kontoverwaltung — und die Kündigung greift nicht sofort: Deine Vorteile laufen bis zum Ende der bereits bezahlten Periode weiter, mit einer "Reactivate"-Option, falls du es dir vor der nächsten Abbuchung anders überlegst.

Steam berechnet keine Plattformgebühr — Abos verstecken sich trotzdem dort

Der Großteil dessen, was du auf Steam kaufst, ist eine einmalige, dauerhafte Lizenz, keine wiederkehrende Abbuchung — die Plattform selbst stellt dafür keine eigene Rechnung. Steam unterstützt aber wiederkehrende Zahlungen für bestimmte Produkte einzelner Publisher — Valves eigene Beispiele sind EA Play und The Elder Scrolls Online: Plus Membership, auf der Steam-Hilfeseite als "billed on a recurring basis" beschrieben. Hast du EA Play über Steam statt direkt bei EA gekauft, verwaltest du es über Account Details → Recurring Subscriptions, nicht über das EA-Konto — und für bereits abgebuchte Zeiträume gibt es keine Rückerstattung, nur die Kündigung der nächsten Abbuchung. Humble Choice ist eine eigene Falle: Es wirkt Steam-nah, weil sich die Keys in Steam einlösen lassen, abgerechnet wird aber über Humble Bundle, und dort muss auch gekündigt werden.

Das ist dasselbe Muster wie bei der Abrechnung über den Mobilfunkanbieter, nur in anderer Verkleidung — die Abbuchung erscheint unter dem Store, der sie abgewickelt hat, nicht unter der Marke, die du erwartest, und kündigst du an der falschen Stelle, wirst du im nächsten Monat trotzdem wieder belastet.

Was nach der Kündigung verloren geht — und was bleibt

Xbox: Wird das Abo gekündigt oder läuft es aus, startet kein Game-Pass-Titel mehr — auch nicht bereits heruntergeladene, weil das Spiel bei jedem Start eine gültige Lizenz prüft. Spielstände und Erfolge werden nicht gelöscht, sie bleiben in der Cloud und auf der Konsole gespeichert, sind aber ohne aktives Abo oder einen separaten Kauf des Spiels nicht erreichbar. Willst du einen Spielstand später zurückhaben, findest du bei Xbox Support unter Gaming and Apps einen eigenen Eskalationsweg namens "Cloud Saves".

PlayStation formuliert es direkter. Auf der offiziellen Support-Seite steht, dass Inhalte, die im Rahmen des Abos kostenlos heruntergeladen wurden — etwa die monatlichen Spiele —, nach Ende von PlayStation Plus nicht mehr verfügbar sind. Alles, was mit Mitgliederrabatt separat gekauft wurde, bleibt dauerhaft im Besitz, eingelöste Kosmetik-Items bleiben ebenfalls erhalten — verloren gehen konkret die kostenlosen Monatsspiele und der Cloud-Speicher.

Keine der drei Plattformen erinnert von sich aus an die nächste Abbuchung — das bleibt an dir selbst hängen. Die Verlängerungstermine aller drei trage ich in Subnesio ein, direkt neben den restlichen wiederkehrenden Zahlungen, weil "jeden Monat drei einzelne Kontoseiten von Hand prüfen" kein System ist, sondern eine Pflicht, die du irgendwann auslässt.

P.S. Wenn du nach diesem Text nur eine Sache tust: öffne heute account.microsoft.com/services und die Recurring-Subscriptions-Seite in Steam — nicht erst am Abbuchungstag.

Häufige Fragen

Werden meine Spielstände gelöscht, wenn ich Xbox Game Pass kündige?
Nein. Spielstände und Erfolge von Game-Pass-Titeln bleiben nach der Kündigung in der Cloud und auf der Konsole gespeichert — sie werden nicht gelöscht. Was sich ändert, ist der Zugriff: Das Spiel prüft bei jedem Start eine gültige Game-Pass-Lizenz, deshalb bleibt der Spielstand unerreichbar, bis das Abo reaktiviert oder das Spiel separat gekauft wird. Xbox Support hat unter Gaming and Apps → Game Pass → Cloud Saves einen eigenen Eskalationsweg, falls ein Spielstand später zurückgeholt werden muss.
Was passiert mit den monatlichen PlayStation-Plus-Spielen nach der Kündigung?
Auf Sonys offizieller Support-Seite steht ausdrücklich, dass Inhalte, die im Rahmen des Abos kostenlos heruntergeladen wurden — darunter die monatlichen Spiele —, nach Ablauf von PlayStation Plus nicht mehr verfügbar sind. Alles, was separat mit Mitgliederrabatt gekauft wurde, bleibt dauerhaft im Besitz, und eingelöste Kosmetik-Items bleiben ebenfalls erhalten — betroffen sind konkret nur die kostenlosen Monatsspiele und der Cloud-Speicher.
Ist EA Play über Steam dasselbe Abo wie EA Play über die EA-App?
Derselbe Inhalt, unterschiedliche Abrechnung. EA Play über Steam wird als Steam-Zahlung abgebucht und über die Recurring-Subscriptions-Seite in Steam gekündigt. EA Play über Origin oder die EA-App läuft als EA-Zahlung und wird im EA-Konto verwaltet. Wer bereits Xbox Game Pass Ultimate oder PC Game Pass hat, bekommt EA Play kostenlos dazu — dann gibt es gar keine eigene Abbuchung.
Berechnet Steam eine Gebühr für die Plattform selbst?
Nein. Steam verlangt keine Gebühr für die Nutzung der Plattform, und die meisten Käufe dort sind einmalige, dauerhafte Lizenzen statt wiederkehrender Abbuchungen. Wiederkehrende Zahlungen unterstützt Steam nur für bestimmte Produkte einzelner Publisher — Valves eigene Beispiele sind EA Play und The Elder Scrolls Online: Plus Membership — verwaltet werden sie separat über Account Details → Recurring Subscriptions.
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Das Subnesio Journal
Notizen zum Abo-Management von Leuten, die es leid waren, eigene Verlängerungen zu vergessen.
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